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Mietzahlung 2017-08-19T15:42:48+00:00

MIETZAHLUNG

Bei der Mietzahlung muss unterschieden werden zwischen der Wohnraummiete und der Geschäftsraummiete.

WOHNRAUMMIETE

Die Miete ist durch den Mieter ist spätestens am dritten Werktag des Monats für den laufenden Monat zu zahlen. Diese gesetzliche Vorschrift gilt für alle Mietverhältnisse, die nach dem 01.09.2001 begründet wurden. Für Mietverhältnisse aus der Zeit davor muss dies vertraglich vereinbart sein. Meist wird im Vertrag ergänzend vereinbart, dass es für die Rechtszeitigkeit nicht auf die Absendung sondern auf die Ankunft des Geldes auf dem Konto des Vermieters ankommt.

Verspätete Zahlungen sind eine Vertragsverletzung durch den Mieter und können bei fortgesetzter verspäteter Zahlung – sogar ohne Abmahnung durch den Vermieter – ein Grund zur ordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses sein. Wer als Mieter nicht bis zum dritten Werktag eines Monats zahlen kann, weil beispielsweise der Lohn erst am 15. eines Monats auf das Konto kommt, muss dies ausdrücklich vertraglich bei Abschluss des Mietvertrages vereinbaren. Diese Vereinbarung sollte in jedem Falle schriftlich erfolgen, denn die meisten Mietverträge enthalten die Bestimmung, dass Änderungen des Vertrages nur schriftlich erfolgen können.

Wer als Mieter das nicht schriftlich vereinbart, riskiert, eine mündliche Absprache nicht beweisen zu können und die Wohnung zu verlieren, wenn die Zahlung nach den schriftlichen Vereinbarungen nicht rechtzeitig auf dem Konto des Vermieters eintrifft. Ist der Vermieter mit einer späteren Zahlung als am 3. Werktag des Monats bei Abschluss des Mietvertrages einverstanden, wird es auch kein Problem darstellen, dies im Vertrag schriftlich festzuhalten.
Natürlich können bei Änderungen in der Verhältnissen des Mieters Vereinbarungen zu den Zahlungszeitpunkten der Miete auch anders als durch Änderung des schriftlichen Mietvertrages getroffen werden. Aber es sollte als Mieter aus Beweisgründen immer darauf geachtet werden, dass solche Absprachen zumindest schriftlich festgehalten werden.

GESCHÄFTSRAUMMIETE

Die Mietzahlung, insbesondere der Zeitpunkt, ist bei Geschäftsraummiete frei im Mietvertrag vereinbar. Wird eine Zahlungsweise wie bei der Wohnraummiete vereinbart (in den meisten Mietverträgen enthalten), gelten die auch die Folgen wie bei der Wohnraummiete.

Kommt der Mieter bei der Geschäftsraummiete in Zahlungsrückstand und kündigt daraufhin der Vermieter berechtigterweise das Mietverhältnis, wird durch die Kündigung das Mietverhältnis definitiv beendet. Die Mieterschutzvorschrift, die es dem gekündigten Mieter erlaubt, den Rückstand bis zu zwei Monaten nach Erhebung der Räumungsklage zu zahlen und damit die Kündigung unwirksam zu machen, ist bei der Geschäftsraummiete nicht anwendbar.

Kommt der Mieter also in Zahlungsschwierigkeiten und droht die pünktliche Zahlung der Miete vorübergehend auszubleiben, kann nur eine Absprache mit dem Vermieter die Kündigung des Mietverhältnisses verhindern. Solche Absprachen sollten aus Beweisgründen in jedem Falle schriftlich erfolgen.

Die pünktliche Zahlung ist bei der Geschäftsraummiete also unerlässlich, um das Mietverhältnis auf Dauer zu erhalten.

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