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Bewirtschaftung 2017-08-24T23:34:26+00:00

BEWIRTSCHAFTUNG DER WEG

Die Bewirtschaftung einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) geschieht nach anderen Grundsätzen als beispielweise die Bewirtschaftung eines Mietshauses. Während bei einem Mietshaus die Mieter als Vertragspartner den Vermieter haben, sind die Eigentümer einer WEG auf sich selbst angewiesen. Wenn der WEG Kosten zur Last fallen, sind diese Kosten von allen Eigentümern gemeinsam zu tragen. Es existiert niemand Dritter (wie z. B. der Vermieter), auf den verbleibende Kosten abgewälzt werden könnten.

Wer aus einer Mietwohnung heraus eine Eigentumswohnung erwirbt und diese selbst bezieht, muss diese Besonderheiten der Bewirtschaftung berücksichtigen. Wer als Eigentümer beispielsweise sein Wohngeld nicht rechtzeitig, nicht oder nicht in voller Höhe zahlt, produziert Kosten für die Überziehung des Wohngeldkontos durch den Verwalter. Die dafür entstehenden Zinsen hat dann aber nicht der Verwalter zu tragen, sondern die Gesamtheit der Eigentümer, der säumige Eigentümer selbst also mit seinem Anteil ebenso.

Bestehen beispielsweise bei einer Mietwohnung Bedenken gegen die Abrechnung der Betriebskosten, können die Vorauszahlungen bis zu einer ordnungsgemäßen Abrechnung zurückbehalten werden. Würde dies bei einer Abrechnung der WEG-Kosten geschehen, würde die WEG insgesamt Gefahr laufen, nicht mehr zahlungsfähig zu sein mit der Folge, dass die Versorgungsunternehmen bei Nichtzahlung zur Einstellung der Versorgung berechtigt wären. Zurückbehaltungsrechte an den zu zahlenden Kosten scheiden daher aus.

Sofern ein Eigentümer überlegt, Wohngeldzahlungen zu kürzen oder zurück zu behalten, sollten hierfür schon sehr gewichtige Gründe vorliegen, da der Eigentümer sonst selbst an dem Ast sägt, auf dem er sitzt.

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HARALD C. SAUER

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